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Die Erfassung der genealogischen Daten der Arkeder ist weit vorangeschritten und im 20. Jahrhundert angekommen.
Neben den Kirchenmatrikeln und Familienbüchern werten wir auch weitere Verzeichnisse aus, die Namen und Geburtsdaten auflisten. Unter ihnen ist die Liste der Amerika-Auswanderer, die bei der Ankunft in den USA in Ellis Island erstellt wurde und die Liste der Deportierten in die Sowjetunion 1945. Eine solche hat Georg Binder für Arkeden erstellt. Inzwischen sind aber auch offizielle rumänische Quellen zugänglich mit entsprechenden Inhalten. Beim Vergleich fällt auf, dass viele Einträge nicht übereinstimmen.
Deshalb wenden wir uns an Euch mit der Bitte, die Daten Eurer Angehörigen zu überprüfen und eventuelle Fehler der Bearbeiterin Regina Hermann oder Brigitte Depner mitzuteilen. Die Kontaktdaten findet Ihr u.a. im Mitgliederverzeichnis.
Die Daten noch lebender Personen werden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht.

Für Eure Mithilfe bedanken wir uns im Voraus.

Deportationslisten_Arkeden

Das Dreikönigsfest oder Epiphanias (6. Januar) wurde in Arkeden von den Sachsen nicht gefeiert, wenngleich es in anderen siebenbürgischen Ortschaften auch unter den evangelischen Gläubigen üblich war. Der erste Feiertag nach Neujahr war also der Geschworenen-Montag. Georg Binder beschreibt die Bräuche vom Geschworenen-Montag über Marientag (Blasi) bis zum Fasching (Fosenicht) oder Richttag in seinem Werk „Arkeden“, 1995, S. 351 - 363 wie folgt:

Geschworenen-Montag
Am ersten Montag nach dem Dreikönigsfest war es in Arkeden Brauch, den sogenannten „Geschworenen-Montag“ zu feiern. Er ist wahrscheinlich auf die früher übliche Feier der Geschworenen (Borger) nach ihrer Wahl ins Gemeindeamt zurückzuführen. Mit Sicherheit gründet er im althergebrachten siebenbürgisch-sächsischen Brauchtum der Gemeindegeschworenen, das sich in einigen Dörfern - auch in Arkeden - bis heute gehalten hat. ...weiterlesen "Vom Geschworenen-Montag bis zum Richttag"

Beschlüsse über die standardisierte Organisation und den Ablauf des Abschiednehmens und der Beisetzung sind in den Nachbarschaftsartikeln bereits im Jahre 1577 festgeschrieben.
Naturgemäß wurde diese Tradition stets neuen Lebensbedingungen angepasst.
In seinem Sammelband "Bilder aus dem sächsischen Bauernleben" widmet Franz Friedrich Fronius einen Beitrag den Ritualen der Siebenbürger Sachsen rund um den Tod und die Beerdigung Mitte des 19. Jahrhunderts. Nebenbei erfahren wir über das Alltagsleben in Arkeden in jener Zeit ebenso viel wie über das Lebensende.
Für das 20. Jahrhundert beschreibt Georg Binder in seinem Werk "Arkeden", was aus der jahrhundertealten Tradition erhalten geblieben und was der "neuen Zeit" zum Opfer gefallen ist.
Wie viel Tradition und wie viel Anpassung im Umgang mit unseren Toten bei den in Deutschland lebenden Sachsen und Arkedern vorhanden ist, fasst Brigitte Depner für das 21. Jahrhundert zusammen.
Alle drei Beiträge, ergänzt um einem Anhang, der die von Fronius beschriebene gesellschaftliche und kulturelle Situation in Arkeden analysiert und in einen größeren Zusammenhang stellt, findet Ihr in dieser Broschüre: bestattungsrituale

Der neulich hier angekündigte Bildband über Schäßburg und 18 weitere Ortschaften entlang der Großen Kokel, unter ihnen auch Arkeden, ist mittlerweile erschienen und käuflich zu erwerben. ...weiterlesen "Schäßburg und die Große Kokel"

Mit 59 Gästen war auch der diesjährige Richttag gut besucht.

Walter, der junge Nachbarvater, begrüßte die Gäste und lud zunächst zu Kaffee und Baumstriezel ein. Mit dem traditionellen klaren und gesüßten Schnaps als Begrüßungstrunk empfing die Nachbarmutter Karin die Gäste.

Neben Bayern mit der Mehrzahl der Gäste waren auch Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen vertreten, wenngleich das zahlenmäßig kaum ins Gewicht fiel. Erfreulich auch, dass mehrere Altersgruppen vertreten waren und neben Arkedern auch einige Gäste aus anderen Gemeinden sich zu uns gesellt hatten.

Ab 18 Uhr sorgte Ernesto für musikalische Unterhaltung. Die Tanzfläche füllte sich dank der jüngeren Teilnehmer schnell. Bis Mitternacht boten die Räumlichkeiten des Sportheims Zuchering Gelegenheit für Gespräche, kulinarische Genüsse und gute Stimmung.

Wir danken den Veranstaltern dafür, uns Arkeder wieder zusammen gebracht zu haben, denn in Gemeinschaft lebt es sich besser.

Die Bilder sind in der Galerie unter Arkeder Richttage zu finden.

Mit 105 erwachsenen Gästen, dazu Kinder und Jugendliche, war das Arkeder Treffen in diesem Jahr gut besucht. Dass die Zahl der Gäste nicht an jene früherer Jahre herankommt, liegt in der Natur der Sache. Denn wir gedachten 22 Verstorbener seit dem letzten Treffen, die unersetzbar sind.
Prädikant Brand aus Dinkelsbühl eröffnete das Treffen mit einer Andacht.
Zu Beginn der Mitgliederversammlung verlas die Vorsitzende das Grußwort des Landeskonsistoriums der Ev. Kirche A.B. in Rumänien. Anschließend berichtete sie über die Vereinsaktivitäten der letzten beiden Jahre in Deutschland, sowie über die Entwicklungen in Arkeden und Siebenbürgen.
Zur Kaffeezeit sorgte der traditionelle Baumstrizel für Gaumenfreuden.
Der goldene Oktober trug zur guten Stimmung bei und erlaubte auch kleine Spaziergänge, bis 18 Uhr die Band Duo Rhythmik mit ihrer Tanzmusik begeisterte.
Die Rückmeldungen waren durchweg positiv: entspannte Atmosphäre, Begegnungen mit Freunden, interessante Gespräche und Informationen.
Danke an alle, die dazu beigetragen haben!

Erstmalig wurden die Mitglieder zur Zufriedenheit mit der Vorstandsarbeit befragt. Die Meinung der Mehrheit wird bei der Planung und Ausführung zukünftiger Aktivitäten berücksichtigt. Für die große Beteiligung bedanken wir uns auch an dieser Stelle aufrichtig. Das entstandene Stimmungsbild kann hier eingesehen werden.

Ein Rückblick ist online in der Siebenbürgischen Zeitung am 24.10.2019 erschienen: Gelungenes Arkeder Treffen