Martin Hermann aus der Obergasse, auch Harmesmetz genannt, ist am 3. Mai 2026 verstorben.
Er gehörte zu einer Generation von mutigen Frauen und Männern, die erkannt hatten, dass die Zeit der Sachsen in Siebenbürgen nach dem 2. Weltkrieg und den dessen Folgen abgelaufen war. Legal, halblegal oder illegal überwanden sie geographische und persönliche Grenzen und machten sich auf den Weg in eine unbekannte Welt.
Der Hermann, wie er im Dorf auch genannt wurde, kam 1980 mit einem Besuchervisum in die Bundesrepublik. Frau und Kinder, Eltern und Geschwister, Haus und Hof sowie alles, was noch zu seinem persönlichen Umfeld gehörte, ließ er zurück. Über drei Jahre dauerte es, bis ein Teil der Familie nachfolgen konnte. Es waren die schwersten seines Lebens, sagte er später. Die schönsten waren jene, als die große Familie in der BRD wieder vereint zusammen lebte.
Ein Arkeder ist der am 27. August 1931 in Arkeden Geborene immer geblieben. Seine Träume, so versicherte er uns, spielten sich auch nach vier Jahrzehnten in Norddeutschland ausschließlich in Arkeden ab, und zwar auf sächsisch.
Wir, seine Familie, sind ihm dankbar, dass er uns den Weg hierher geebnet und uns nach Kräften unterstützt hat, ihn weiterzugehen.
Wir werden ihn sehr vermissen.
Die HOG Arkeden dankt ihm für jahrzehntelange, treue Mitgliedschaft.
Gute Reise.
Ruhe sanft.
