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(M + T Müller Günther)

Von: Günther Müller

Arkeden mein Heimatort!

1.
Jedes zweite Jahr zur selben Zeit
feiern wir das Arkeder Treffen liebe Leut.
Mit allen Freunden wird getantzt gesungen und gelacht,
bis tief in die Nacht wird a riesen Gaudi g´macht.

Refrain:
Wir sind ganz froh denn das war immer so,
in Arkeden in unserem Heimatort.
Von dort gingen wir schön langsam alle fort
doch denken wir auch Heute noch zurück an diesen Ort.

2.
An die Täler die Berge die Wälder um uns rum
die Straßen die Häuser die schöne Kirchenburg.
Die Glocken sie läuten mit ihrem Klang weit ins Tal
man hört auch heute noch erklingen ihren Schall.

Refrain

3.
Ach lieber Gott lass mich nochmal die Heimat sehn
nochmal durch den Ort langsam spazieren gehn.
Auf dem Friedhof zu beten wie in früherer Zeit
eine Kerze anzuzünden für all die verstorbenen Leut.

Refrain:
Ich wär ganz froh wenn das wär immer so
in Arkeden in meinem Heimatort.
Von dort gingen wir schön langsam alle fort
doch denken wir auch heute noch zurück an diesen Ort.

Bericht von Sara Schenker zum Arkeder Richttag 2006 in Ingolstadt
über den Arkeder Richttag 2006,
geschrieben von Sara Schenker, Ingolstadt

Foto-Collage vom Arkeder Richttag 2006

 

Vi-vat!!!
Der Arkeder Richttag

Die Vorfreude und die Lust zu diesem Fasching zu gehen, hatte schon die Einladung geweckt. Wer vergisst nicht gerne seine Figur, wenn man von Moosers Baumstriezel, Erikas Hanklich und den Krapfen der älteren (nicht alten, bitte) Frauen aus Ingolstadt hört?! Wer denkt noch an den Führerschein, wenn es Arkeder Hochzeitspali gibt?!

Um 15 Uhr trudelten die Gäste schön langsam ein. Schon an der Tür begrüßte man sich lebhaft und laut. Schließlich hatte man sich schon länger nicht mehr gesehen. Es kamen viele, aber es hätten gerne noch mehr sein können... Allmählich wurden die Tische (fast) alle besetzt.

Nach der Begrüßung der Gäste und deren Freunde durch Thellmann Misch, und nachdem er die Arkeder beruhigt hatte, dass es keine Strafsünder wegen unterlassener Nachbarschaftsarbeit gab, konnte es richtig los gehen. Das „Arkeder Duo Günther Müller und Sohn“ waren schon bereit, ihr Bestes zu geben.

Bei Kaffe und Hefegebäck lauschte man den bekannten Weisen und sang die schönen sächsischen Lieder mit. Man hatte sich aber auch mit den Tischnachbarn sooo viel zu erzählen. (Wenn nur die Musik nicht immer so laut wäre!) So konnte man sich nur schwer entschließen das erste Tänzchen zu wagen. Umso beschwingter ging es dann nachher zu. Jung und alt; von der kleinen Prinzessin im langen rosa Kleidchen und der „echten“ Krone bis hin zu den „Gichtgeplagten“ schwangen (fast) alle das Tanzbein.

Das Abendessen hätte man sich sparen können. Denn die Teller auf den Tischen waren nie leer. Dafür haben unsere „fleißigen Lieschen“ mit ständigem Nachschub gesorgt. Sogar an die „Süßen“ haben sie gedacht. Die bekamen nämlich alles ungezuckert. Dafür ein herzliches Dankeschön!!!

Jetzt aber kommt’s – Was? – Na was?! – Der närrische Höhepunkt!

Da marschierte eine faschingsreife „Balletttruppe“ mit lauter bärtigen, langen, muskulösen „Ballerinas“ auf. Wer hätte das gedacht?! Und das waren, bei genauem Hinsehen, lauter Arkeder und Anhang.
Schon beim zackigen Aufmarsch gaben sie allen die Gelegenheit, sie richtig zu beäugen, einen verstohlenen Blick auf die Körbchengröße zu wagen und die Grazien zu bewundern.

Nun war Synchron angesagt. Sie nahmen Aufstellung um sich richtig zu entfalten.
Wie das klappte!! – Cool!! – Klasse!!
Scheni musste auch nicht vorturnen (?!). Diese Naturtalente hatten das gar nicht nötig. – Und das alles mit einer einzigen Probe.
Alle Achtung! – Diese graziösen Bewegungen! So etwas kriegt nicht mal das Fernsehballett des MDR fertig.

Nur Haraldine musste öfter den Reißverschluss an seinem „Ballettröckchen“ hochziehen, denn seine Taille „passte nicht so richtig dazu“. Obwohl, … es wäre gar nicht übel gewesen, wenn er sein „Tutu“ verloren hätte. Denn darunter hatte er ein rosa „Teil“ mit einer roten Masche verziert. Na, was sagt ihr nun? Von wo ich das weiß?!
Stellt euch vor, diese „ehrenhaften Damen“ des Arkeder Balletts machten dann Striptease. Naja, nicht so ganz. Eigentlich schade – oder?

Ihr glaubt das einfach nicht? Da kann ich euch aber beruhigen, denn ich habe einen glaubwürdigen Zeugen – Mischi K. Mischi hat bildlich (im wahrsten Sinne des Wortes) alles festgehalten. Schmeißt den PC an und überzeugt euch selbst davon.

Die Klamotten flogen nur so von den geschmeidigen Leibern. Sogar das Tüchlein mit dem sie den Kopfschmuck (Perücke) festgehalten hatten, kam herunter. Aber das warfen sie nicht weg, denn es wurde noch dringend gebraucht.

Die Show endete in einer ausgedehnten „Perinita“. Mit dem Tuch holten die (fast nackten) Balletttänzerinnen jede einen Mann – ja richtig – einen Mann aus dem Saal zum Busseln. So ging es dann kunterbunt weiter. Manch älterer Herr genoss es sichtlich, eine junge Dame auf die Tanzfläche zu holen und kniend auf dem Tuch Küsschen auszutauschen. Nicht schlecht!

Die Künstler ernten für ihre gekonnte Darbietung großen Beifall. Schade, dass man nicht alle Tage so lachen kann, das wäre der Gesundheit dienlich.

Ja, da wäre noch etwas. – Ein „Nichtarkeder“ erschien in einer sauberen rumänischen Tracht und erzählte rumänisch (nicht salonfähige) Witze und fiel damit total aus dem Rahmen. Aber, wie gesagt, es war ein Nichtarkeder. – In dieser Zeit hätte man sich lieber auf dem Parkett tummeln sollen.

Nicht zuletzt haben zur guten Stimmung Günther und sein Sohn mit ihrer Musik beigetragen.
Ein Dankeschön an alle, die sich um das Gelingen dieses Festes bemüht haben!!!

Na, habt ihr nicht Lust bekommen, auf dem nächsten Richttag auch dabei zu sein? Wer weiß, was dann alles passiert?!

Also bis dann,
Eure Schenkers
aus Ingolstadt
 

Wenn ihr jetzt Lust auf die (Beweis-)Fotos bekommen habt, bitte einfach hier klicken...

Binder, Georg: Arkeden - eine siebenbürgische Gemeinde im Haferland und ihre Bewohner. 930 S., Graph. Darrst., Tab. und 60 Bilder. Selbstverlag, 1995.

Binder, Georg: Bilder-Album Arkeden - ein Dorf in Siebenbürgen. 172 S und 242 Bilder. Selbstverlag, 1997.

Binder, Georg: Ergänzung zur Chronik der Arkeder. 153 S., Tab., Bilder. Selbstverl., 2004.

 

[..] Der Verein „HOG Arkeden“ versteht sich als eigenständige Gliederung der außerhalb Siebenbürgens bzw. Rumäniens ansässigen Arkeder Landsleute. Die „HOG Arkeden“ ist ein ideeller Verein und soll die siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaftsinteressen fördern und pflegen. Ein besonderes Anliegen ist es, lokalspezifische Wünsche aufzugreifen und Aufgaben zu übernehmen, die über die Förderung durch allgemeine und überregionale Zielsetzungen der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. und deren Einrichtungen sowie anderer kultureller und sozialer Körperschaften und Einrichtungen wie z.B. der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturrat oder der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. hinausgehen und auf dieser Ebene am zweckmäßigsten gelöst werden können. [..]
Satzung der Heimatortsgemeinschaft Arkeden
§ 1
Name, Sitz und Geschäftsjahr
  1. Der Verein führt den Namen „Heimatortsgemeinschaft Arkeden“. Im Satzungstext verwendete Kurzform: „HOG Arkeden“.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Dinkelsbühl.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
  4. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt anschließend den Zusatz „e.V.“.
§ 2
Zweck
  1. Der Verein „HOG Arkeden“ versteht sich als eigenständige Gliederung der außerhalb Siebenbürgens bzw. Rumäniens ansässigen Arkeder Landsleute. Die „HOG Arkeden“ ist ein ideeller Verein und soll die siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaftsinteressen fördern und pflegen. Ein besonderes Anliegen ist es, lokalspezifische Wünsche aufzugreifen und Aufgaben zu übernehmen, die über die Förderung durch allgemeine und überregionale Zielsetzungen der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. und deren Einrichtungen sowie anderer kultureller und sozialer Körperschaften und Einrichtungen wie z.B. der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturrat oder der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. hinausgehen und auf dieser Ebene am zweckmäßigsten gelöst werden können.
    Zweck des Vereins ist die Förderung des Brauchtums und der Heimatpflege.
  2. Diesem Zweck zufolge ergeben sich folgende Zielsetzungen:
    • Wahrung und Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls in der Gemeinschaft der Arkeder
    • Dokumentation und Sicherung des Arkeder Kulturgutes
    • Pflege und Wahrung des kulturellen Erbes, der Bräuche, der Tracht und der siebenbürgischen Traditionen, speziell derjenigen aus Arkeden
    • Förderung und Pflege der Jugendarbeit
    • Pflege des Andenkens der Verstorbenen durch Unterhaltung des Friedhofs in Arkeden
    • Mithilfe bei der Pflege und Unterhaltung des evangelischen Gotteshauses in Arkeden
    • Blumenpflege am Heldendenkmal in Dinkelsbühl
    • Bereitstellung von Beiträgen, Berichten, Informationen etc. aus dem Arkeden der Vergangenheit und der Gegenwart im Rahmen einer Präsenz im Internet
    • Enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung mit dem Verband der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften e.V., der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen e.V. auf Kreis-, Landes- und Bundesebene und mit anderen siebenbürgischen Einrichtungen
    • Sammlung von Spenden zur Erfüllung der Vereinsaufgaben
§ 3
Gemeinnützigkeit
  1. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.
  2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der zum § 10b EStG erlassenen Abgabenordnung, Abschnitt „Steuerbegünstigte Zwecke“.
  3. Bei dem Verein handelt es sich um einen sogenannten Idealverein.
  4. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden.
  5. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
  6. Ausgaben, die für den Verein im Auftrag des Vorstandes oder der Mitgliederversammlung getätigt wurden, werden ersetzt.
  7. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
§ 4
Erwerb der Mitgliedschaft
  1. Die Mitgliedschaft der „HOG Arkeden“ können alle Personen ungeachtet ihres Wohnsitzes erwerben, die sich zur Gemeinschaft der Arkeder bekennen, ihre Wurzeln nach Geburt oder Abstammung in Arkeden haben, sich durch Heirat oder Ansiedlung als Arkeder verstehen, aus Sympathie zur Gemeinde und ihrer Bevölkerung sich diesen verbunden fühlen, die Satzung des Vereins anerkennen und für die Ziele des Vereins eintreten.
  2. Die Mitgliedschaft ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen, der über die Aufnahme entscheidet.
  3. Rechte der Mitglieder:
    • Recht auf umfassende, vereinsbetreffende Information
    • Recht zur Teilnahme an Mitgliedsversammlungen und sonstigen Veranstaltungen des Vereins
    • Recht zu wählen und gewählt zu werden
  4. Pflichten der Mitglieder:
    • Anerkennung der Satzung und Förderung der Vereinszwecke
    • Beachtung und Anerkennung der Beschlüsse der Organe des Vereins
    • Loyales Verhalten gegenüber dem Verein
    • Fristgerechte Entrichtung des Mitgliedsbeitrages
§ 5
Verlust der Mitgliedschaft
  1. Die Mitgliedschaft endet durch:
    • Ableben
    • Austritt:
      Der Austritt ist schriftlich drei Monate vor Jahresende gegenüber dem Vorstand zu erklären.
    • Ausschluss:
      Der Ausschluss eines Mitglieds kann vom Vorstand vorgeschlagen werden, falls das Mitglied gegen die Satzung verstößt, mit seinem Vereinsbeitrag trotz Mahnung mehr als ein Jahr im Verzug ist oder in unzumutbarer Weise den Vereinsfrieden schädigt.
      Das Ausscheiden bzw. der Ausschluss wird schriftlich bestätigt und der Mitgliederversammlung mitgeteilt. Über Beschwerden der ausgeschlossenen Mitglieder und eine eventuelle Wiederaufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung mit ¾-Mehrheit.
  2. Mit dem Austritt bzw. Ausschluss verliert das Mitglied alle Rechte und Ansprüche an die „HOG Arkeden“.
§ 6
Mitgliedsbeiträge
  1. Von den Mitgliedern ist ein Beitrag zu entrichten. Dabei handelt es sich um einen Jahresbeitrag, der jeweils zum 31. Januar jeden Jahres fällig wird.
  2. Über die Höhe der Mitgliedsbeiträge entscheidet die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstands. Der Vorstand kann ermächtigt werden, Rentnern, Schülern und Studenten auf Antrag die Beiträge ganz oder teilweise zu erlassen.
  3. Spenden sollen ausschließlich zweckgebunden erfolgen. Die Mitglieder der „HOG Arkeden“ werden darauf hingewiesen.
§ 7
Organe des Vereins
  1. Die Organe des Vereins sind:
    • Die Mitgliederversammlung
    • Der Vorstand
    • Die Kassenprüfer
    • Der Arbeitskreis Arkeden
  2. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan und entscheidet mit einfacher Mehrheit der Anwesenden.
  3. Bei Satzungsänderungen ist eine ¾-Mehrheit der Anwesenden nötig.
  4. Die Mitgliederversammlung findet anlässlich des im zweijährigen Turnus anzusetzenden Heimatortstreffens (Arkeder Treffen) statt und ist unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.
    Bis zum Beginn der Versammlung können weitere Tagesordnungspunkte auf Antrag der Mitglieder aufgenommen werden, solange sie nicht satzungsändernden Charakter haben.
  5. Die Mitgliederversammlung ist insbesondere zuständig für:
    • Wahl des Vorstands
    • Wahl der Kassenprüfer
    • Überprüfung der Tätigkeit und der Beschlüsse des Vorstands
    • Entgegennahme des Rechenschaftsberichts des Vorstands und des Kassenberichts
    • Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrags
    • Auflösung der „Heimatortsgemeinschaft Arkeden“
  6. Über die Mitgliedsversammlungen ist eine Niederschrift anzufertigen, in der Ort, Datum und Zeit der Veranstaltung, die gefassten Beschlüsse und das jeweilige Abstimmungsergebnis festgehalten werden.
    Dieses Protokoll ist vom Schriftführer und dem HOG-Vorsitzenden oder von dessen Stellvertreter zu unterzeichnen und soll für alle Mitglieder einsehbar sein.
§ 8
Der Vorstand
  1. Der Vorstand setzt sich folgendermaßen aus neun Personen zusammen:
    • Vorsitzender
    • Stellvertretender Vorsitzender
    • Schriftführer
    • Kassenwart
    • Fünf Fachreferenten:
      o Kultur-/ Brauchtumspflege (zwei)
      o Heimatpflege (zwei)
      o Jugendfragen (eins)
  2. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von vier Jahren gewählt und bleiben im Amt, bis Neuwahlen stattgefunden haben. Gewählt ist jeweils derjenige Bewerber, der die meisten Stimmen erzielt (relative Mehrheit). Stellt sich nur ein Bewerber zur Wahl, so ist zu seiner Wahl die einfache Mehrheit der Stimmen erforderlich. Eine Wiederwahl ist möglich.
  3. Scheidet ein Mitglied des Vorstands während der Amtsperiode aus, rückt aus dem „Arbeitskreis Arkeden“ ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtsdauer in den Vorstand nach. Die Belegung des frei gewordenen Amts und das Aufgabengebiet des Ersatzmitglieds wird vom Vorstand bestimmt.
  4. Als Leitungsorgan obliegt dem Vorstand die Geschäftsführung, die im Sinne dieser Satzung erfolgen soll. Vorstandssitzungen finden mindestens einmal jährlich statt. Beschlüsse werden durch einfache Mehrheit gefasst; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
  5. Die Aufgaben des Vorstands sind:
    • Führung der Mitgliederlisten
    • Verwaltung von Beiträgen, Spenden und Vereinsvermögen
    • Führung und Bestimmung des Mitteleinsatzes
    • Vorbereitung und Organisation der Vorstandssitzungen
    • Vorbereitung und Organisation des Arkeder Treffens
    • Einberufung und Abhaltung der Mitgliederversammlung
    • Koordination von Projekten zur Sicherung des Kulturgutes
    • Vertretung der „HOG Arkeden“ nach außen (Behörden, Verbände, Institutionen)
    • Rechenschaftslegung anlässlich der Mitgliederversammlung
    • Beschluss über Vorschläge der Fachreferenten
    • Laufende Information der Mitglieder durch die „Siebenbürgische Zeitung“
    • Aktive Mitarbeit bei der Gestaltung der Internet-Seite der „HOG Arkeden“
§ 9
Vertretung des Vereins
  1. Der Verein „HOG Arkeden“ wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden und/oder den Stellvertretenden Vorsitzenden vertreten.
  2. Jeder von ihnen ist alleinvertretungsberechtigt.
  3. Im Innenverhältnis soll gelten, dass der Stellvertretende Vorsitzende nur bei Verhinderung des Vorsitzenden und im Auftrag tätig werden darf.
§ 10
Kassenprüfer
  1. Die beiden Kassenprüfer werden im Anschluss an die Vorstandswahl für die Amtsdauer von vier Jahren gewählt.
  2. Die Kassenprüfer dürfen nicht dem Vorstand angehören.
  3. Nach den erfolgten Abschlussarbeiten des Kassenwarts zum Jahresende wird dessen Jahresbericht sowie seine Rechnungsbücher für die Finanz- und Vermögensverwaltung der „HOG Arkeden“ von beiden Kassenprüfern gemeinsam geprüft. Eine Revision durch nur einen der beiden Kassenprüfer kann nur in Ausnahmefällen erfolgen.
  4. Eine Revision ist außerdem vor allen Mitgliederversammlungen durchzuführen, an denen Neuwahlen stattfinden.
§ 11
Arbeitskreis Arkeden
  1. Der „Arbeitskreis Arkeden“ wurde am 30. Juni 2001 in Augsburg ins Leben gerufen. Die klar definierte Zielsetzung des Arbeitskreises ist es, die notwendige Reorganisation der Arkeder Heimatortsgemeinschaft (mit Satzung und gewähltem mehrköpfigem Vorstand) in die Wege zu leiten und zu verwirklichen.
  2. Dem Arbeitskreis kommt die Funktion eines Bindeglieds zwischen den HOG-Mitgliedern und dem HOG-Vorstand zu.
  3. Im Arbeitskreis vertreten sind Mitglieder der „HOG Arkeden“, die bereit sind, durch aktive Mitarbeit die Arkeder Gemeinschaftspflege mitzugestalten und die satzungsmäßigen Ziele der „HOG Arkeden“ zu vertreten und zu unterstützen. Die Anzahl der Teilnehmer des Arbeitskreises ist nicht festgelegt. Die Absicht einer Teilnahme an Arbeitskreissitzungen muss dem Vorstand jedoch spätestens zwei Wochen vor dem angekündigten Sitzungstermin bekannt gegeben werden.
  4. Der Arbeitskreis ist somit eine Stütze für den gewählten Vorstand. Bei Bedarf werden Arbeitskreis-Sitzungen einberufen. Die Mitglieder des Arbeitskreises können auch zu den Vorstandssitzungen eingeladen werden, um bei der Lösungsfindung für schwierige Probleme mitzuwirken.
§ 12
Veranstaltungen der „HOG Arkeden“
  1. Vorstandssitzungen finden mindestens einmal jährlich statt. Sie werden vom Vorsitzenden mit einer Ankündigungsfrist von vier Wochen einberufen.
  2. Mitgliederversammlungen finden anlässlich des Arkeder Treffens im zweijährigen Turnus statt.
  3. Für die Vorbereitung und Ausrichtung der Veranstaltungen ist der HOG-Vorstand zuständig.
  4. Über alle Beratungen, Beschlüsse und Veranstaltungen werden Protokolle angefertigt, die vom Schriftführer und vom Vorsitzenden oder von seinem Stellvertreter zu unterzeichnen sind.
§ 13
Mitarbeit und Finanzmittel
  1. Die Mitarbeit in der „HOG Arkeden“ erfolgt ehrenamtlich.
  2. Die Jahresbeiträge werden satzungsmäßig eingesetzt.
  3. Spenden werden grundsätzlich nur für den angegebenen Zweck verwendet.
§ 14
Besondere Satzungsänderungen
  1. Änderungen der Vereinssatzung einschließlich des Vereinszwecks erfolgen durch Beschluss der Mitgliederversammlung und erfordern eine ¾-Mehrheit der erschienenen Mitglieder.
  2. Satzungsänderungen, die vom Amtsgericht oder dem Finanzamt gefordert werden, kann der Vorstand mit einfacher Mehrheit beschließen.
§ 15
Auflösung des Vereins
  1. Die Auflösung der „HOG Arkeden“ ist nur auf einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung möglich und bedarf der Zustimmung von ¾ der anwesenden Mitglieder.
  2. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen an die gemeinnützige siebenbürgisch-sächsische Einrichtung „Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V.“, die das Vermögen ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.
Dinkelsbühl, 8. September 2001

Arkeden liegt an der Eisenbahnlinie Schäßburg - Reps, im nordöstlichen Teil des ehemaligen Königsbodens. Die Gemeinde wurde frühestens nach der Umsiedlung der "Keisder Szekler" in die Szeklerstühle Sepsi, Orbai und Kezdi, um das Jahr 1200, von deutschen Siedlern gegründet. Die Dorfgründer kamen wahrscheinlich aus den älteren Dörfern des Repser Stuhles, die in der Zeit des ungarischen Königs Geisa II. (1141 - 1162) gegründet worden waren. Arkeden ist also eine sogenannte Ausbausiedlung, die 1356 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Durch das Andreanum, den "goldenen" Freibrief von 1224, wurde Arkeden, wie auch die "terra Daraus" (dem Gebiet um Draas), der Hermannstädter Provinz zugeschlagen. Aus dem 14. und 15. Jahrhundert sind zehn urkundliche Nennungen der Gemeinde bekannt. Der deutsche Ortsname Arkeden (ungarisch Erked, rumänisch Archita) wurde aus dem ungarischen erek (= Gang, Gewölbe, Bogen) oder vom deutschen Personennamen Archo/Ercho oder (laut Sage) aus dem Arkeder Ortsdialekt er küt (= er kommt) abgeleitet.
Seit der Gründung bis 1950 (also rund 700 Jahre) war Arkeden eine selbständige Gemeinde (rumänisch comuna). 1950 bis 1968 war Arkeden Vorort einer Großgemeinde, zu der Neuflaigen und Altflaigen gehörten, seither ist es Teilort (rumänisch sat) der Gemeinde Teufelsdorf (rumnisch Vanatori).

Regionale Verwaltung

Nach der Zeit der Grafschaftsverfassung (die bis 1324 gültig war) gehörte Arkeden von 1324 bis 1876, in der Zeit der Königsrichterverfassung (Stuhlverfassung), zum Schäßburger Stuhl, 1876 - 1925 zum Komitat Odorhellen (Verwaltungseinheit überwiegend mit Szeklergemeinden), 1925 - 1950 zum Komitat Großkokeln (Vorort: Schäßburg), 1950 - 1968 zum Rayon Schäßburg in der Region Hermannstadt und seit der Gebietsreform von 1968 zum Kreis Muresch (Judetul Mures).

Kirchliche Zugehörigkeit

Bemerkenswert ist die Tatsache, daß die kirchliche Verwaltung (die Landkapitel) alle sächsischen Gemeinden, sowohl auf Königs- als auch auf Adelsboden, umfaßte, die politische Stühle hingegen nur die freien sächsischen Gemeinden auf Königsboden. Arkeden gehörte bis 1860 dem Kisder (Keisder) Landkapitel (Kirchenkapitel) - mit dem Vorort Keisd - an. Seit seiner Gründung gehörte Arkeden zu den freien Königsbodengemeinden mit Kathedralzinspflicht: Vier Quarten ihres Zehnten, d.h. den ganzen Zehnten, hatte die Gemeinde ihrem Ortspfarrer abzuliefern, der seinerseits eine mäßige Geldsumme an den Bischof abgab. In der katholischen Zeit gehörte Arkeden zur Erzdiözese Kolocsa, d.h. sie stand unter der Jurisdiktion (Gerichtsbarkeit und Befehlsgewalt) des ungarischen siebenbürgischen Bischofs von Weißenburg.
Laut Kirchenverfassung von 1861 gehörte die evangelische Kirchengemeinde Arkeden zum Kirchenbezirk Schäßburg. Arkeden war von den Anfängen bis 1979 eine selbständige Kirchengemeinde mit eigenem Pfarramt und Pfarrer. Danach bildete es gemeinsam mit Weißkirch bei Schäßburg eine Kirchengemeinde (Arkeden war Tochter- und Weißkirch Muttergemeinde mit Pfarramtssitz), wurde aber 1990 - im Zuge der massenhaften Aussiedlung - wegen zu geringer Mitgliederzahl aufgelöst.

Nachbargemeinden

Zu den sogenannten sächsischen Gemeinden zählen Meeburg, Radeln, Bodendorf und Keisd; die restlichen Nachbargemeinden sind ungarische und rumänische Ortschaften.

Dorfanlage

Arkeden besteht aus vier getrennten Ortsteilen, und zwar aus dem sächsischen Ortsteil (Ortskern mit Kirchenburg), der Romanie, der Ziganie und der neuerbauten Übergasse (Witschgasse).

Kirchenburg

Arkeden hat eine außerordentlich gut erhaltene Kirchenburg. Ihr einst mit neun Ecktürmen (Basteien) bestückter doppelter Mauergürtel (die beiden Ringmauern) weisen heute sieben gut erhaltene Türme auf. Die Urkirche des Dorfes war eine turmlose, romanische Pfeilerbasilika aus dem 13. Jahrhundert. Ihr wurde im 14. Jahrhundert ein westlicher Glockenturm vorgebaut. In einer zweiten Bauphase (um 1500) wurde die Basilika, nach Abtragung der Seitenschiffe, in eine gotische Saalkirche mit Wehranlagen verwandelt.
Vor 1944 war der Arkeder Hattert 10 488 Kastraljoch, das sind 6 038 Hektar, groß. Im Heimatbuch "Arkeden" sind 205 Flurnamen (Hattertnamen) aufgelistet. Namentlich werden weitere 39 Feldbrunnen und 31 Bäche, Gräben, Furten und Brücken genannt.

Hattertprozesse

Bekannt sind der Hattertprozeß mit Meeburg (1660 - 1852) und der mit Musendorf (1704). Im ersten Prozeß wurde ein Ausgleich mit Meeburg erzielt, im zweiten ging Arkeden leer aus.

Großbrände

In den letzten 150 Jahren gab es vier Großbrände: 1748, 1814, 1848 und 1883.

Rumänen

Bis um das Jahr 1700 war Arkeden eine rein deutsche Gemeinde und zählte im Durchschnitt 100 Wirte, allesamt Sachsen. In der Steuerliste der Arkeder Steuerkonskription von 1698 waren sieben nichtdeutsche Hirten (Ungarn und Rumänen) eingetragen. 1711 wurden bei einer Volkszählung erstmals in der Dorfgeschichte zehn rumänische Familien aufgeführt. 1789 waren im Grundbuch zwölf walachische (rumänische) Besitzer mit insgesamt zehn Joch verzeichnet.

Zigeuner

Wann die ersten Zigeuner nach Arkeden gekommen sind, ist nicht überliefert. Vermutlich haben sich die ersten bereits vor 1700 - mit ausdrücklicher Billigung der Arkeder Sachsen - auf dem Hügel oberhalb der Gemeinde niedergelassen und die "Ziganie" gegründet. 1865 betrug die Zahl der Rumänen und Zigeuner insgesamt 549 Personen, davon ein Drittel Zigeuner.

Ungarn (Szekler)

In Arkeden leben nur wenige ungarische Familien. Die meisten waren vor 1944 Hirten. Die Ungarn haben weder früher noch heute eine nennenswerte Rolle im Gemeindeleben gespielt.

Bevölkerung

1930 hatte Arkeden 1 346 Einwohner, davon 636 Rumänen und Zigeuner, 569 Sachsen, 137 Ungarn und 2 Sonstige. 1983 wurden 1 033 Seelen verzeichnet: 423 Zigeuner, 84 Zigeunermischlinge, 277 Sachsen, 222 Rumänen und 27 Ungarn. Arkeden zählt insgesamt 387 Hausnummern; viele Höfe stehen leer.
Heute (1997) hat Arkeden 650 Seelen, überwiegend Zigeuner. Rumänen und Ungarn sind auf ein Minimum geschrumpft. Noch eine einzige Sächsin wohnt im Ort, die mit einem Zigeuner verheiratet und zum orthodoxen Glauben übergetreten ist.
Im Jahre 1987 lebten 911 Arkeder Sachsen, davon 431 in Arkeden geboren, in 344 Familien (Haushalten) in weltweiter Diaspora, vor allem in Deutschland.

Nachbarschaften

In Arkeden gab es vier Nachbarschaften: die Hinterländer-, Kirchenländer-, Oberländer- und Schenkerländer Nachbarschaft. Die Nachbarschaftsartikel wurden 1688 in ihrer ersten Fassung herausgegeben. Die uns bekannte Fassung (1837) wurde im Heimatbuch "Arkeden" abgedruckt. Vor 1948 (ausgenommen die Volksgruppenzeit 1940 - 1944) war die sächsische Jugend Arkedens in den kirchlichen Verbänden Bruderschaft und Schwesterschaft organisiert. Im November 1935 beteiligten sich 26 Jungen und 22 Mädchen an einem Arbeitslager in Arkeden, um die Arkeder Hutweide zu reinigen.

Auszug aus einem Artikel von Georg Binder
erschienen in der Siebenbürgischen Zeitung, September 1997

 

Geografische Lage (von siebenbuerger.de)

 

Luftaufnahmen (von siebenbuerger.de)

 

Winter 2006 in Arkeden