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Anfang des Jahres wurde die Arkeder Kirche wieder zu ihrer Bestimmung zurückgeführt, nachdem sie als eine von 18 Kirchenburgen seit 2010 mit EU-Mitteln saniert und für touristische Zwecke erschlossen wurde. Als Ausdruck der Dankbarkeit und Freude über die abgeschlossenen Instandhaltungsmaßnahmen veranstaltete die HOG Arkeden am 11. August in Arkeden ein Fest, an dem rund 110 Gäste teilnahmen. ...weiterlesen "Renovierte Kirchenburg in Arkeden eingeweiht"

Das hat meine Mutter / mein Vater / meine Großmutter / mein Großvater immer gesagt: Lebensweisheiten, Sprichwörter und Redensarten aus Arkeden, die uns geprägt haben und heute noch begleiten. Vielen Dank für die rege Beteiligung. Ergänzungen und Korrekturen nimmt Brigitte gerne entgegen. Diese Datei wird laufend aktualisiert. Es lohnt sich, öfter reinzuschauen.

Von den Alten lernen oder Wie die Alten sungen so zwitschern die Jungen:

Lebensweisheiten, Sprichwörter und Redensarten aus Arkeden, die uns geprägt haben und heute noch begleiten.

Gängige Redensarten
- börlen wä en Ruhrkia (heulen wie eine Rohrkuh)
- denkel wä en er Beffel (stockfinster – wie im Bauch eines Büffels)
- doir/heßig/koult/ wä der Doiwel (Vgl. mit Teufel als höchste negative Steigerungsstufe)
- droch wä polver (pulvertrocken)
- fräzen wä en Ruap (frieren wie eine Rübe)
- frich dich! (Vgl. dt: Selber Schuld oder Wer nicht will, der hat.)
- geschetch wä der Bletz (blitzgescheit) ...weiterlesen "Redensarten"

In Arkeden wurden vor dem 2. Weltkrieg die meisten Kinder auf die Vornamen Sara, Georg, Johann, Anna, Michael, Martin und Katharina getauft. Das Resultat der häufigen Verwendung dieser Vornamen war eine relativ große Anzahl von gleichnamigen Menschen. Folgerichtig „hielt“ (= feierte) man diese Namenstage. Es wurde nicht groß gefeiert; das Feiern fiel eher bescheiden aus. Es war Brauch, dass man die Gefeierten beglückwünschte und mit kleinen Aufmerksamkeiten (Blumen oder kleine Geschenke) bedachte. Gefeiert wurde in Altersgruppen oder kameradschaftsweise. Die „Gleichnamigen“ besorgten Getränke und Speisen und luden ihre Altersgenossen, ihre Bekannten und Freunde zur Feier ein. Gelegentlich wurden anlässlich von Namenstagen Bälle im Gemeindesaal organisiert, z.B. Katrainenball (Katharinenball) = Kàtrenyeball.
(...) ...weiterlesen "Vornamen und Namenstage"

Silvester

In Arkeden war es Brauch, daß der „Güerschmoun“ (Jahresmann), ähnlich wie der Weihnachtsmann, am frühen Silvesterabend den Kindern seine Geschenke brachte. Er verlangte von ihnen das fehlerfreie „Aufsagen“ ihrer „Wántsch“ (Neujahrswunsch). Wenn die Kinder dies taten und versprachen, brav zu sein, warf der „Güerschmoun“ seine Geschenke (Äpfel, Nüsse, Süßigkeiten, gedörrte Pflaumen und eine Rute) durch die halbgeöffnete Tür ins Zimmer. Manchmal erkannten die Kinder in der verkleideten Gestalt ihren Großvater bzw. ihre Großmutter; sie waren sich dessen aber nicht so ganz sicher und hielten gebührenden Abstand, weil Stimme und Kleidung doch fremdartig wirkten. (…) ...weiterlesen "Neujahr"

Rückblick auf 25 Jahre in Arkeden.

Vortrag des Pfarrers Joh. Ziegler in der Schäßburger landwirtschaftlichen Bezirksversammlung am 28. Juni 1900 zu Arkeden, erschienen in Landwirtschaftliche Blätter und Obst- und Weinbau-Zeitung für Siebenbürgen, Jg. 28, Nr. 1 und 17 (1900).

Johann Ziegler beendet seinen Überblick mit einem Gruße:

...weiterlesen "Gedicht von Johann Ziegler (1900)"

Gekürzte Abschrift aus: Josef Haltrich: Zur Volkskunde der Siebenbürger Sachsen. Kleinere Schriften. In neuer Bearb. hrsg. von J. Wolff. Wien, 1885

Gekürzte Abschrift aus: Josef Haltrich: Zur Volkskunde der Siebenbürger Sachsen. Kleinere Schriften. In neuer Bearb. hrsg. von J. Wolff. Wien, 1885

Über die Arkeder

Die hochgewachsenen Arkeder sind die Lànkbalijen (die Langdärmigen), haben außerdem den Spott mit der Lichtschere zu ertragen. Man redet ihnen nach, daß sie den abgebrannten Docht mit den fünf Fingern von der Kerze wegputzen und denselben alsdann behutsam in die Lichtschere legen.
Daraus hat sich folgende Redensart entwickelt:
Munchmol mese mer uch mät der Arkeder lächtscher schnetjzen. Mit der Arkeder Lichtschere das Licht schneuzen, d.i. mit den fünf Fingern. ...weiterlesen "Über die Arkeder (1885)"